Rettungswache und Schule, Bäckerei und Wirtshaus, Station und Ambulanz: Viele Betriebe planen Bereiche, die nichts miteinander zu tun haben - außer den Menschen, die in beiden arbeiten. Wann getrennte Dienstpläne sinnvoll sind, was die Struktur leisten muss und wie ihr sie in vier Schritten aufsetzt.
Wer mehrere Bereiche in einem Betrieb plant, kennt beide Sackgassen. Die erste: Alles kommt in einen Dienstplan. Wache, Schule und Verwaltung stehen untereinander, die Besetzungszeile zählt Dinge zusammen, die nicht zusammengehören, und wer nur die Schule plant, scrollt jede Woche an vierzig Zeilen vorbei, die ihn nichts angehen.
Die zweite: getrennte Tools je Bereich. Die Wache hat ihre Software, die Schule eine Excel-Tabelle, das Wirtshaus einen Wandplan. Jeder Bereich für sich ist übersichtlich - aber die Person, die dienstags unterrichtet und am Wochenende auf dem Rettungswagen sitzt, existiert jetzt zweimal. Zwei Urlaubskonten, zwei Zeitkonten, zwei Logins, und niemand sieht, dass sie nach der Nachtschicht am Montag um 8 Uhr vor der Klasse steht.
Nicht jeder Betrieb mit zwei Abteilungen braucht zwei Pläne. Küche und Service im selben Restaurant arbeiten zur selben Zeit am selben Ort und werden von derselben Person geplant - das sind zwei Arbeitsplätze in einem Plan. Ein eigener Dienstplan je Bereich lohnt sich, wenn mindestens zwei Punkte zutreffen:
Damit getrennte Pläne nicht zu getrennten Welten werden, braucht die Software eine klare Hierarchie: Dienstplan → Arbeitsplatz → Dienste. Der Dienstplan ist der Rahmen, den ein Planer öffnet. Darin liegen Arbeitsplätze wie Rettungswagen 1, Lehrsaal oder Station 3, und an jedem Arbeitsplatz hängen die Dienste, die dort gefahren werden. Vier Dinge müssen dabei gelöst sein:
Legt für jeden Bereich mit eigenen Diensten, Zeiten oder Planern einen Dienstplan an: „Rettungswache", „Schule", „Backstube", „Wirtshaus". Weniger ist mehr: Zwei bis vier Pläne sind in den meisten Betrieben die richtige Zahl.
Ordnet jedem Plan seine Arbeitsplätze zu und hängt die Dienste an die Plätze: Rettungswagen 1 mit 24-Stunden-Dienst, Lehrsaal mit Vormittag und Nachmittag, Backstube mit Früh ab 3 Uhr. Ein Platz, den zwei Bereiche nutzen, bekommt beide Pläne. Dienste ohne festen Arbeitsplatz, etwa Rufbereitschaft, ordnet ihr direkt einem Plan zu.
Jede Person gehört zu einem oder mehreren Plänen. Das gehört dorthin, wo ihr ohnehin die Stammdaten pflegt - ins Mitarbeiterformular beim Anlegen und in die Personalakte, wenn sich später etwas ändert. Wer nur auf der Wache fährt, bekommt die Wache; der Praxisanleiter bekommt Wache und Schule und erscheint in beiden Plänen, mit einem Konto.
Im Alltag braucht die Planerin nur einen Umschalter im Dienstplan, mit dem sie zwischen Wache und Schule wechselt. Personen, Arbeitsplätze, Dienste und Besetzungszeile richten sich nach dem gewählten Plan. Eine Person, die auf beiden steht, erscheint auf beiden; ihre Abwesenheiten und Konflikte ebenfalls.
Rettungswache mit Rettungsdienstschule: Die Wache fährt rund um die Uhr, die Schule unterrichtet nach Kursplan. Notfallsanitäter mit Lehrauftrag stehen auf beiden Plänen. Die Konfliktprüfung muss über beide hinweg arbeiten: Wer Sonntag die Nacht auf dem Wagen hatte, darf Montag nicht um 8 Uhr im Lehrsaal stehen. Die Ruhezeit kennt keine Plangrenze.
Bäckerei mit Wirtshaus: Die Backstube beginnt um 3 Uhr, das Wirtshaus schließt um Mitternacht. Zwei Pläne, zwei Planer, kaum Überschneidung - außer der Bäckerin, die samstags im Service aushilft, und der Chefin, die beides im Blick behält. Sie schaltet um, statt zwei Tabellen zu öffnen; die Stunden laufen auf einem Zeitkonto zusammen, der DATEV-Export bleibt einer.
Klinik mit Stationen und Ambulanz: Jede Station plant selbst, die Ambulanz auch. Der Pool-Mitarbeiter, der auf Station 2 oder in der Ambulanz eingesetzt wird, steht auf beiden Plänen. Die Ambulanz als Arbeitsplatz liegt auf ihrem eigenen Plan und auf dem der Station, die sie tagsüber mit besetzt - in jedem Plan zählt die Besetzungszeile nur, was diesen Plan angeht. Die Jahresurlaubsplanung läuft trotzdem für das ganze Haus in einer Übersicht, gruppiert nach Dienstplan.
Genau diese Struktur haben wir in Presio gebaut. Eine Organisation kann mehrere Dienstpläne führen, und alles andere bleibt, wie es ist:
Kurz: Die Dienstplan-Software für mehrere Teams gibt jedem Bereich seinen Plan und behält den Menschen dahinter als eine Person. Für Betriebe mit einem Bereich ändert sich nichts - da gibt es genau einen Dienstplan.
Mehrere Arbeitsplätze in einem Plan reichen, wenn die Bereiche zur selben Zeit am selben Ort von derselben Person geplant werden - Küche und Service im Restaurant. Mehrere Dienstpläne lohnen sich, wenn die Bereiche eigene Dienste und Zeiten haben, von verschiedenen Personen geplant werden oder an verschiedenen Standorten liegen - Rettungswache und Schule, Bäckerei und Wirtshaus.
Ja. Personen werden im Mitarbeiterformular oder in der Personalakte einem oder mehreren Dienstplänen zugeordnet. Sie erscheinen dann in jedem dieser Pläne, haben aber ein Konto, ein Urlaubskonto und eine Zeiterfassung. Abwesenheiten und Ruhezeiten gelten über alle Pläne hinweg.
Ja. Ein Arbeitsplatz wie ein Schulungsraum oder eine Ambulanz kann auf mehreren Dienstplänen liegen und erscheint dann unter jedem mit seinen Diensten. Die Dienste an diesem Platz folgen automatisch den Plänen des Arbeitsplatzes.
Nichts - sie bleiben eins. Die Dienstpläne teilen nur die Planung auf, nicht die Person. Stunden aus allen Plänen laufen auf einem Zeitkonto zusammen, Urlaub wird von einem Urlaubskonto abgebucht, der Lohnexport bleibt ein Export je Person.
Nein. Wer nur einen Dienstplan braucht, hat genau einen; der Umschalter erscheint erst, wenn ein zweiter Plan angelegt wird. Alle bestehenden Dienste, Arbeitsplätze und Personen bleiben, wie sie sind.
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